Eingebrochen – Was ist nach einem Einbruch zu tun?

Einbruch was ist zu tun?Jeder Einbruch kennzeichnet das unberechtigte Eindringen in ein abgeschlossenes Gebäude. Selbstverständlich hat der Einbrecher weder das Recht noch die Möglichkeit für einen legalen Zutritt. Das Schlimme bei einem Einbruch ist jedoch weniger der vielfach befürchtete materielle Schaden, sondern vor allem der psychische Schock, der oftmals zurückbleibt. Die Einbruchszahlen nehmen in Deutschland nach wie vor deutlich zu. Statistisch gesehen ist die Gefahr, Opfer eines ungebetenen Gasts zu werden, besonders in der kalten Jahreszeit gegeben, wenn es früher dunkel wird. Wohnungs- und Haus-Einbrüche halten sich dabei die Waage.

Für einen Betroffenen stellt sich in dieser Ausnahmesituation natürlich die Frage: Was ist nach einem Einbruch zu tun? Grundsätzlich muss dabei in zwei Richtungen gedacht werden. Zum einen geht es darum, den geschehenen Einbruch auf- und nachzubereiten. Zum anderen gilt es sich Gedanken zu machen, wie sich diese oder ähnliche Situationen zukünftig vermeiden lassen.


Das gilt es nach einem Einbruch zu tun – Die 7 grundlegenden Schritte

Was geschehen ist, ist geschehen. Über den erfolgten Einbruch kann nicht einfach hinweggesehen werden und er wird auch so schnell nicht vergessen. Die Folgen sind meist materieller, als auch emotionaler Art. Polizei, Versicherungen, Verbände, Organisationen oder auch Selbsthilfegruppen haben vielerlei Ratschläge parat, wie der Einbruch in Haus oder Wohnung psychisch verarbeitet werden kann. Doch was ist unmittelbar nach der Konfrontation mit einer Einbruchssituation zu beachten? Unsere 7 grundlegenden Schritte sollen dabei helfen, im Ernstfall die eigene Sicherheit zu gewährleisten, den Täter schnell zu fassen und den Schaden zu ersetzen.

nach Einbruch Polizei rufenSchritt 1: Entscheidend ist es zunächst festzustellen, ob sich der Einbrecher noch im Haus befindet. Wenn es den Anschein hat, sollte das Gebäude nicht betreten werden. Aus sicherer Entfernung wird als erstes die Polizei über die Notrufnummer 110 informiert respektive alarmiert. Wie von der Polizei empfohlen, sollten Sie nicht den Fehler begehen, Ihre Fähigkeiten zu überschätzen und den Helden zu spielen.

Schritt 2: Steht zweifelsfrei fest, dass der Einbrecher nicht mehr anwesend ist, dann kann das Haus betreten werden. Vor jeder weiteren Aktion wird jetzt ebenfalls die Polizei über den Notruf 110 angerufen. Oberstes Gebot ist, nichts im Haus anzurühren, zu verlegen oder zu verändern. Bis zum Eintreffen der Schutz- oder Kriminalpolizei muss der Tatort unverändert belassen werden.

Schritt 3: Als nächstes wird telefonisch der Versicherer für die Gebäude- und Hausratversicherung über den Einbruch informiert. Dieser entscheidet über das weitere Vorgehen. Dazu gehören der Ortstermin zur Schadensbegutachtung sowie das schriftliche Protokollieren mit aussagefähigen Fotos. Wichtig ist die Feststellung, dass es sich für die Versicherung um einen Leistungsfall handelt. Voraussetzung dafür ist das polizeiliche Protokoll über die Schadensmeldung.

Schritt 4: Ebenso wichtig ist die Information des Schlüsseldienstes bzw. außerhalb der Geschäftszeiten des Schlüsselnotdienstes. Der Einbrecher hat sich, wie es heißt, mit Gewalt Zutritt zum Haus verschafft. Die Tür oder das Fenster ist durch gewaltsames Öffnen beschädigt. An der Eingangstür muss der Türzylinder erneuert werden. Die Reparatur des Fensters oder der Terrassentür ist vom Schadensausmaß abhängig.

Schritt 5: In den folgenden Stunden wird eine sogenannte Stehlgutliste für die Polizei sowie für die Versicherung gefertigt.

Schritt 6: Sofern der Diebstahl von Giro- und Kreditkarten festgestellt wird, müssen die Karten und Konten gesperrt werden. Gleiches gilt für Kommunikationsmittel wie Handy und Smartphone.

Schritt 7: Damit der Einbrecher seine gerechte Strafe erhält, sollte Strafanzeige gestellt werden. Zumeist kann dies bereits während der Aufarbeitung mit der Polizei erfolgen. Hierfür ist natürlich überaus hilfreich, wenn man sich Aussehen und Auffälligkeiten (z.B. Akzent) einprägt, falls man den Dieb zu Gesicht bekommt. Auch das Merken des KFZ-Kennzeichens kann Gold Wert sein, falls der Einbrecher mit einem Auto flieht.


Erneuten Einbrüchen erfolgreich vorbeugen

Einbruch vorbeugen, für ein sicheres Haus sorgenDamit sich ein solches, oftmals geradezu traumatisches Ereignis nicht wiederholt, muss jetzt präventiv vorgesorgt werden. Einbruchschutz ist gleichbedeutend damit, dem Einbrecher sein Vorhaben möglichst schwer bzw. optimalerweise unmöglich zu machen. Hierzu gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Mit einer professionell platzierten Überwachungskamera wird der potentielle Einbrecher sicherlich dann abgeschreckt, wenn sie sichtbar ist. Als unsichtbare Kamera dient sie weniger der Einbruchsvermeidung als vielmehr zur Beweisführung eines erneuten Einbruchs. Bewegungsmelder, moderne Türzylinder sowie Tür- und Fenstersicherungen sind Möglichkeiten, um das Haus rundherum einbruchsicher zu machen.

Einbruchhemmend wirkt sich zudem aus, wenn der ungebetene Gast während seinem Vorhaben von einer Alarmanlage entlarvt und gestört wird. Dabei wird nicht nur der Wohnungs- bzw. Hausbesitzer alarmiert, sondern bei Bedarf zeitgleich auch die Polizei oder ein örtlicher Sicherheitsdienst. Die Alarmierung muss dabei nicht zwingend mit einem optischen und akustischen Signal erfolgen, auch ein „stiller Alarm“ ist möglich.

Der Einbrecher möchte schnell und geräuschlos in das Haus eindringen. Dies muss ihm möglichst schwer gemacht werden. Die wirksamsten Maßnahmen, die den Einbrecher regelrecht entmutigen, haben wir Ihnen auf unserem Ratgeberportal zusammengestellt.

Eingebrochen – Was ist nach einem Einbruch zu tun?

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2 Kommentare

Wir hatten leider auch das zweifelhafte Vergnügen von Einbrecher besucht zu werden. Und hatten dennoch Glück im Unglück. 6 Wochen zuvor, habe ich einen Wandtresor einbauen lassen. Damals hat meine Frau mich ausgelacht. jetzt lacht sie nicht mehr. Abgesehen von großen Chaos, sind uns zumindest Erbstücke und wichtige Dokumente geblieben

Hallo,
ein sehr guter Artikel!
Die 7 grundlegenden Schritte finde ich dabei besonders nützlich und auch hilfreich.

Grüßle
Miri